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Es ist ein großer Erfolg für unsere Bürgergruppe, über den die örtliche Zeitung auch gar nicht mehr entsprechend informiert:

Der Jahresverlust von 1,4 Mio der Stadtwerke muss aus dem städtischen Haushalt transparent beglichen werden, und darf nicht durch Verlustvorträge „verdeckt“ werden.



Der städtische Eigenbetrieb Stadtwerke gehört rechtlich zu 100 Prozent zur Stadtverwaltung Ravensburg, die auch für sämtliche Schulden dieses Eigenbetriebs haftet.

Dorthin sind nun insgesamt (mit den neuen Schulden 2019) bis zu rund 23 Mio Schulden „ausgelagert“. (Siehe Haushaltsplan 2019, Seite 702).

(Zum Vergleich: Zum 1.1.2013 waren dorthin „erst“ 10 Mio Schulden ausgelagert).

Ein weiteres Problem war, dass in diesen Eigenbetrieb verlustträchtige Sparten wie Eishalle oder Bäder ausgelagert wurden, was die Schuldenoptik des Kämmereihaushalts „schönte“.



Jedes Jahr entstanden so (zusätzlich zu oben erwähnten Krediten) schwankende Verluste von rund 700000 E bis etwa 1 Mio, im Jahre 2018 dann rund 1,4 Mio!

In vergangenen Jahren wurden diese Verluste einfach als Verlustvortrag ins neue Jahr weitergebucht und so ging das dann endlos von einem zum nächsten Jahr, wobei jedes Jahr neue Defizite und neue Verlustvorträge dazukamen.

Unsere Bürgergruppe wies die Kommunalaufsicht wiederholt daraufhin, dass dies unserer Ansicht nach ein klarer Missbrauch des Instruments „Verlustvortrag“ sei, weil dieser nr gebildet werden darf, wenn der Verlust in absehbarer Zeit auch wieder durch Gewinne gedeckt wird, was beiden Stadtwerken völlig aussichtslos ist.

Nach einer weiteren Petition beim Landtag untersagte das RP Tübingen tatsächlich der Stadtverwaltung die Bildung weiterer Verlustvorträge bei den Stadtwerken.

Dies ist ein Erfolg unserer Bürgergruppe, der nun in diesem Bereich für mehr Transparenz sorgt.

Leider werden die Zeitungsleser auch bei diesem Thema gar nicht mehr entsprechen informiert, es wird lediglich gemeldet, dass der Jahresverlust 2018 der Stadtwerke von 1,4 aus dem städtischen Haushalt auszugleichen ist.

Den interessierten Bürgern (zu denen die immer geringer werdende Zahl an Zeitungsabonnenten dazugehören) werden alle anderen Hintergrundinformationen vorenthalten.